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SO ANALYSIEREN SIE EINEN MOVESCOUNT MOVE

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SO ANALYSIEREN SIE EINEN MOVESCOUNT MOVE

1 Juni 2017

In Suunto Movescount werden Ihnen leistungsfähige Tools zum tiefgründigen Verstehen jedes einzelnen Moves angeboten. Anhand der Analyse eines falsch gelaufenen Wettkampfs zeigen wir Ihnen ihre Funktionsweise. 

Leistungen werden schrittweise gesteigert, wobei mehrere kleine Veränderungen insgesamt oft zu einem großen Unterschied führen. Bewusstsein ist hier der Schlüssel – Bewusstsein von Stärken, Schwächen und das Wissen, wo und wie wir uns verbessern können, um Leistungssteigerungen, und wenn sie noch so klein sind, erzielen zu können.

In Movescount können Sportler und Coaches jeden einzelnen Move eingehend analysieren. Dadurch verstehen Sie genau, wie Sie während einer Trainingsstunde wirklich abgeschnitten haben, was gut gelaufen ist und was hätte besser sein können – und wo Sie sich verbessern können.

Janne Kallio, Triathlet und Performance Business Digital Lead bei Suunto, zeigte uns, wie er einen seiner (enttäuschendsten) Moves beim Ironman South Africa Anfang dieses Jahres mit den neuen Funktionalitäten analysierte.

Qualifikation für Kona

Auf der Radstrecke schien im Wettkampf noch alles gut zu gehen

Janne Kallio hatte große Hoffnungen, dass seine Leistungen beim Ironman South Africa ihn zur Teilnahme in Kona qualifizieren würden. Sein Training war gut gelaufen, er hatte sich während des gesamten Trainingszyklus kontinuierlich verbessert. Als er an die Startlinie in Port Elizabeth ging, fühlte er sich gut vorbereitet und zuversichtlich.

Das Schwimmen

Analysen des Schwimmabschnitts

Jannes strebte nach einem Sub-1-Stunde-Schwimmen. Wenn Sie den Rundenabschnitt nach der Move-Vorstellung erweitern und auf die Schwimmrunde klicken, können Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den ersten Wettkampfabschnitt richten. Im Grafikmenü zeigen die Optionen Schwimmtempo und Zugfrequenz, dass Jannes Tempo und Kraftaufwand während des Schwimmens gleichbleibend waren. Jedoch hatte er Schwierigkeiten in der Bahnhaltung und brauchte länger als die gewünschte 1 Stunde.

Eine Heatmap zeigt, dass die Schwimmstrecke anders verlief als in in den Vorjahren.

Wenn Sie in der Karte auf die Option Heatmap klicken, können Sie sehen, dass die Strecke beim Wettkampf in 2016 anders verlief als in den vergangenen Jahren. Dies kann zu langsameren Zeiten als in den Vorjahren geführt haben.

Das Radfahren

Janne hat schon einige Ironman-Wettkämpfe absolviert und bringt die Radstrecken meistens gut unter 5 Stunden hinter sich. Aber nicht an diesem Tag.

Klicken Sie in Jannes Move auf den Rundenabschnitt und wählen Sie Radstrecke. Beachten Sie als erstes, wie stark seine Leistung in Watt in der zweiten Hälfte der Strecke abgenommen hat. Im mittleren 1-Std.-10-Min.-Abschnitt lag seine durchschnittliche Leistungsabgabe bei 206 Watt und im letzten 1-Std.-10-Min.-Abschnitt waren es nur noch 172 W. Seine Halbzeit lag bei 2 Stunden 20 Minuten, und trotzdem brauchte er fast 5 Stunden bis zum Ziel. Janne sagt dazu: „Im letzten Teil fuhr ich mit weniger Kraftaufwand und weniger Leistung als normalerweise auf einer Strecke“.

Analysen der Leistungsgrafik
Mittelabschnitt der Radstrecke.

Analysen der Leistungsgrafik
Letzter Abschnitt der Radstrecke.

Was also war passiert? Ein kurzer Blick auf seine Herzfrequenz während der Radstrecke gibt Aufschluss. Sie zeigt, dass die Anstrengungen während des Fahrens nicht so groß waren, dass sie für den Leistungsverlust auf der späteren Strecke verantwortlich sein könnten. Seine Herzfrequenz lag bei ca. 135 bis 145 Schläge je Minute, und das durchgehend.

Analyse der Herzfrequenzdaten

Was könnte sonst noch zu dem Leistungsverlust geführt haben? Janne meint: „Ein Anfängerfehler". Ich hatte Flüssigkeitsmangel. "Ich trank ca. 2,5 l Flüssigkeiten, aber zum Vergleich: die Gewinnerin bei den Frauen, Kaisa Lehtonen ist ca. 20 Kilo leichter als ich, trank ca. 3,5 l – und hatte auch leichten Flüssigkeitsmangel“. Der Tag war heißer als erwartet und forderte seinen Preis von Janne. Was passiert, wenn Sie einen Marathon starten und dehydriert sind?

Das Laufen

Janne hatte die Radstrecke in knapp unter fünf Stunden geschafft und hatte theoretisch genug Zeit, das Laufen in einer Zeit zu beenden, mit der er sich für Kona hätte qualifizieren können. Wenn man jedoch dehydriert beginnt, kommt es anders.

Er wollte den Marathon in 3 Stunden 15 Minuten laufen, aber nach dem ersten Kilometer wurde ihm bewusst, dass er keine Chance hatte. An diesem Punkt wusste er aber noch nicht, wo das Problem lag. Er sagt dazu: „Ich hatte die Belastungsgrenze bei 25 km erreicht." "Die Temperaturen waren gestiegen und das Tempo praktisch nicht mehr vorhanden. Da wurde mir bewusst, dass es nicht mehr um die Qualifizierung für Kona ging, oder wenigstens einen passablen Zieleinlauf – es ging nur noch darum, überhaupt zum Ziel zu gelangen und nicht komplett am Boden zu liegen.“

Analyse der Laufdaten

Um den Schaden zu begrenzen, nahm Janne an jeder Hilfestation alles, was er kriegen konnte: Getränke, Eis, nasse Schwämme – aber es reichte nicht mehr, um den Tag gut abzuschließen. Klicken Sie auf den Rundenabschnitt, wählen Sie den Lauf aus und danach die Registerkarten mit Herzfrequenz, Geschwindigkeit und Temperatur, um zu sehen, was passiert ist. Jannes Kampf sehen Sie am besten, wenn Sie die Grafik mit dem Schieber des Zoom-Tools, links neben der Grafik, vergrößern.

Analyse der Laufdaten

Der positive Effekt von Jannes Bemühungen zur Reduzierung seiner Körpertemperatur und Rehydratation begannen sich in den letzten sieben Kilometern des Marathons zu zeigen. Sowohl sein Schritttempo als auch seine Herzfrequenz begannen, sich zu verbessern. 

Jedoch reichte es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aus: Nach dem Ende des Wettkampfs erfuhr Janne, dass er die Qualifizierung für Kona um 40 Sekunden verpasst hatte! 

 

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