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Suunto EON Core Bedienungsanleitung - 2.0

Multigas-Tauchen

Suunto EON Core ermöglicht während eines Tauchgangs den Gaswechsel zwischen den im Menü Gase festgelegten Gasen. Beim Aufstieg wird dir immer dann ein Gaswechsel angezeigt, wenn ein besseres Gas verfügbar ist.

Beispielsweise stehen dir bei einem Tauchgang auf 55 m (180,5 ft) folgende Gase zur Verfügung:

  • tx18/45, MOD 62,2 m (pO2 1,3)
  • tx18/10, MOD 22 m (pO2 1,6)
  • Sauerstoff, MOD 6 m

Während des Aufstiegs wirst du bei 21 m (70 ft) und 6 m (19,7 ft), je nach maximaler Betriebstiefe (MOD) des Gases zum Gaswechsel aufgefordert.

Eine Pop-up-Nachricht, wie nachstehend abgebildet, zeigt an, wenn du das Gas wechseln solltest:

Change Gas Core

WARNUNG:

Denke beim Tauchen mit mehreren Gasen daran, dass der Aufstieg in der Annahme berechnet wird, dass du alle Gase im Menü Gase verwendest. Prüfe stets vor dem Tauchen, dass nur die Gase vorhanden sind, die für den jeweiligen Tauchgang vorgesehen sind. Lösche alle Gase, die während des Tauchgangs nicht verfügbar sind.

Ändern von Gasen während eines Tauchgangs

Gase sollten nur im Notfall modifiziert werden. Beispielsweise wenn ein Taucher durch ein unvorhersehbares Ereignis ein Gasgemisch verloren hat. In diesem Fall kann sich der Taucher der Situation anpassen, indem er dieses Gasgemisch aus der Gasliste des Suunto EON Core löscht. Dies ermöglicht dem Taucher, den Tauchgang fortzusetzen und vom Tauchcomputer korrekt berechnete Dekompressionsdaten zu erhalten.

Ein anderer Fall könnte sein, dass einem Taucher aus einem beliebigen Grund das Gas ausgeht und er das Gasgemisch des Tauchpartners verwenden muss. In diesem Fall kann der Suunto EON Core an die Situation angepasst werden, indem das neue Gasgemisch der Liste hinzugefügt wird. Suunto EON Core berechnet die Dekompression neu und zeigt dem Taucher korrekte Daten an.

HINWEIS:

Diese Funktion ist standardmäßig nicht aktiv und muss aktiviert werden. Sie erstellt während des Tauchgangs einen zusätzlichen Schritt im Gasmenü. Sie ist nur verfügbar, wenn mehrere Gase für den Tauchmodus ausgewählt wurden.

Um die Modifizierung von Gasen zu aktivieren, schalte die Funktion im Einstellungsmenü unter Taucheinstellungen » Parameter » Gase ändern ein.

Du kannst dann während eines Mehrfachgas-Tauchgangs ein neues Gas hinzufügen, oder auch eines auswählen und aus der Gasliste entfernen.

HINWEIS:

Der Taucher kann das aktuell verwendete Gas (aktives Gas) nicht modifizieren oder löschen.

Wenn Gase ändern eingeschaltet ist, kannst du nicht verwendete Gase aus der Gasliste löschen, ihr neue hinzufügen und die Parameter (O2, He, pO2) von inaktiven Gasen modifizieren.

Isobare Gegendiffusion (ICD)

Isobare Gegendiffusion (ICD) tritt auf, wenn verschiedene Inertgase (wie Stickstoff und Helium) während eines Tauchgangs in unterschiedliche Richtungen diffundieren. Mit anderen Worten, ein Gas wird vom Körper absorbiert, während das andere freigesetzt wird ICD ist ein Risiko beim Tauchen mit Trimix-Gemischen.

Dies kann während eines Tauchgangs passieren, zum Beispiel, wenn von Trimix-Gas auf Nitrox oder Light Trimix gewechselt wird. Beim Wechsel diffundieren Helium und Stickstoff rasch in entgegengesetzte Richtungen. Dies führt zu einem vorübergehenden Anstieg des gesamten Inertgasdrucks, was eine Dekompressionskrankheit (DCS) zur Folge haben kann.

Derzeit gibt es keine Algorithmen, die ICD berücksichtigen können. Daher musst du sie bei der Planung von Tauchgängen mit Trimix berücksichtigen.

Mit dem Suunto EON Core kannst du deinen Trimix-Einsatz sicher planen. Im Menü Gase kannst du die Anteile von Sauerstoff (O2) und Helium (He) einstellen, um die Veränderung der Werte für den jeweiligen Partialdruck von Stickstoff (pN2) und von Helium (pHe) zu sehen.

Eine Erhöhung des Partialdrucks wird durch eine positive, seine Reduzierung durch eine negative Zahl angezeigt. Die Änderungen der pN2- und pHe-Werte werden jeweils neben dem Gasgemisch angezeigt, zu dem du wechseln möchtest. Die maximale Tauchtiefe (MOD) eines Atemgases ist die Tiefe, in der der Sauerstoffpartialdruck (pO2) des Gasgemisches den sicheren Grenzwert überschreitet. Du kannst den pO2-Grenzwert für das Gas definieren.

Eine ICD-Warnung wird ausgelöst, wenn:

  1. Die Tiefe des Gaswechsels größer als 10 m (33 ft) ist.
  2. Der geometrische Mittelwert der jeweiligen Partialdruckänderung von N2 und He über 0,35 bar liegt.

Wenn diese Grenzwerte bei einem Gaswechsel überschritten werden, zeigt der Suunto EON Core ein ICD-Risiko an, wie nachstehend abgebildet:

isobaric eon

In diesem Fall sind für einen tiefen Trimix-Tauchgang folgende Gasgemische verfügbar:

  • Trimix 15/55, MOD 76,7 m (pO2 1,3)
  • Trimix 35/15, MOD 27,1 m (pO2 1,3)
  • Trimix 50/10, MOD 22 m (pO2 1,6)
  • Sauerstoff, MOD 6 m

Suunto EON Core weist beim Wechsel von 15/55 auf 35/15 in 27,1 m Tiefe auf die ICD-Gefährdung hin.

Bei diesem Gaswechsel liegen die pN2- und pHe-Werte weit außerhalb des sicheren Bereichs.

Eine Möglichkeit, das ICD-Risiko zu vermeiden, ist die Erhöhung des Heliumanteils im ersten Dekompressionsgasgemisch (Trimix 35/15), um ein 35/32-Trimix-Gemisch zu erhalten. Aufgrund dieser Änderung benötigt das zweite Dekompressionsgas (Trimix 50/10) mehr Helium, um das ICD-Risiko zu vermeiden. Das zweite Dekompressionsgasgemisch sollte daher Trimix 50/12 sein. Diese Modifikationen würden die Änderungen des Partialdrucks auf einem sicheren Niveau halten, und die Gefahr einer plötzlichen ICD wäre nicht mehr gegeben.

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