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Chicago 2026: Unsere Suunto-Athleten und ihre Geschichten von der Startlinie

SuuntoRun — 14 Oktober 2026

Eine Startlinie. Unterschiedliche Ziele.

Am Sonntagmorgen, dem 11. Oktober, versammelten sich mehr als 55.000 Läuferinnen und Läufer im Grant Park zum 48. Chicago-Marathon. Auch die Suunto-Athleten waren dabei – jeder mit seinen eigenen Beweggründen und Zielen. Clayton Young wollte einen Rekord brechen. Charles Hicks wollte herausfinden, wie weit ihn seine Schnelligkeit auf einer für Rekorde anerkannten Strecke bringen würde. Emma Grace Hurley wollte zum ersten Mal einen Marathon über 42,195 Kilometer laufen. Und CJ Albertson kehrte auf die Strecke zurück, auf der er den besten Tag seiner Karriere erlebt hatte.

Unterschiedliche Ziele, eine gemeinsame Startlinie. Hier erfährst du, wie jeder von ihnen an diesen Punkt gelangte und was Chicago ihnen im Gegenzug zu bieten hatte.

Die Ziele

Clayton Young: Auf Rekordjagd

Eine einzige Zahl bestimmte Claytons Jahr: 2:04:43 – der US-amerikanische Marathonrekord, den sein langjähriger Trainingspartner Conner Mantz 2025 in Chicago aufgestellt hatte. Clayton reiste mit viel Rückenwind an. Seine 2:05:41 beim Boston-Marathon im Frühjahr waren seine bis dahin schnellste Marathonzeit. Doch die Punkt-zu-Punkt-Strecke in Boston ist nicht für Rekorde anerkannt. In Chicago ist das anders. Deshalb machte er seine Ambitionen frühzeitig deutlich und richtete seine gesamte Herbstvorbereitung auf ein einziges Ziel aus.

Charles Hicks: Der junge Herausforderer

Charles ging auf dem Papier als schnellster Amerikaner im Teilnehmerfeld an den Start. Er hatte beim Boston-Marathon eine Zeit von 2:04:35 erzielt, die jedoch wie Claytons Bestzeit auf einer nicht für Rekorde anerkannten Strecke zustande gekommen war. Chicago bot ihm etwas anderes: flache, schnelle Straßen und die Chance, auf einer für Rekorde anerkannten Strecke zu zeigen, was seine Schnelligkeit über die volle Marathondistanz ermöglichen würde.

Emma Grace Hurley: Das Marathondebüt

Emma hatte noch nie einen Marathon bestritten. Dennoch hatte sie Chicago in diesem Jahr bereits zu einem besonderen Ort ihrer Laufkarriere gemacht: Im Frühjahr stellte sie auf den Straßen der Stadt den US-Rekord über 8 Kilometer auf. Drei Wochen vor dem Rennen belegte sie bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften als beste Amerikanerin den fünften Platz. Vor dem Rennen im Oktober stellte sich deshalb eine einfache Frage: Wie würde sich ihre Schnelligkeit auf die Marathondistanz von 42,195 Kilometern übertragen lassen?

CJ Albertson: Die Rückkehr

2024 lief CJ beim Chicago-Marathon eine Zeit von 2:08:17, belegte den siebten Platz und war damit der schnellste Amerikaner im Männerfeld. Zwei Jahre später kehrte er auf die Strecke zurück, auf der er den besten Tag seiner Karriere erlebt hatte. Auf den vertrauten Straßen Chicagos war er bereit, das nächste Kapitel seiner Laufkarriere zu schreiben.

Der Trainingsaufbau

Ein Marathon wird lange vor dem Startschuss entschieden. Für alle unsere Athleten ging es in den Monaten vor Chicago darum, ihre ehrgeizigen Ziele Schritt für Schritt in körperliche Leistungsfähigkeit umzusetzen – mit jedem langen Lauf, jeder wichtigen Trainingseinheit und jedem Erholungstag.

Für Clayton bedeutete das einen gezielten Trainingsblock mit einem einzigen Ziel: in Chicago bereit zu sein, das Rekordtempo zu halten. Charles stand vor einer anderen Herausforderung: Er musste die Stärke, die er auf der Bahn und im Crosslauf entwickelt hatte, an die hohen Trainingsumfänge der Marathonvorbereitung anpassen, damit seine Ausdauer schließlich mit seiner Schnelligkeit mithalten konnte. Bei Emma ging es darum, Woche für Woche Trainingsumfang, Kraft und Beständigkeit aufzubauen. So sollte sie die Schnelligkeit, die sie auf kürzeren Distanzen gezeigt hatte, nutzen, um ihren Körper auf die volle Marathondistanz vorzubereiten.

Von außen betrachtet sah ihr Training unterschiedlich aus. Doch dahinter stand dasselbe Prinzip: dem Trainingsprozess vertrauen, die Distanz respektieren und sich geduldig auf diesen einen Morgen im Oktober vorbereiten.

Die Rennwoche

In der Rennwoche ist die harte Arbeit bereits getan und die Aufgabe verändert sich. Das intensive Training weicht der Tapering-Phase, der Nervosität und kleinen Ritualen: dem letzten kurzen Lockerungslauf, den letzten entspannten Kilometern und der am Vorabend bereitgelegten Wettkampfausrüstung.

Für Clayton brachte die unmittelbare Vorbereitung eine unerwünschte Komplikation mit sich. Eine Verletzung der hinteren Oberschenkelmuskulatur stellte seinen Rekordversuch in den Tagen vor dem Rennen infrage. Trotzdem entschied er sich, an den Start zu gehen.

Der Renntag

Chicago empfing die Marathonläuferinnen und -läufer mit einem wärmeren Morgen, als sie es sich gewünscht hätten, und einem der stärksten Teilnehmerfelder in der Geschichte des Rennens. Amos Kipruto gewann das Rennen der Männer in 2:01:09, während Hawi Feysa ihren Titel bei den Frauen verteidigte. Dahinter schrieben die Suunto-Athleten ihre ganz eigenen Geschichten.

Clayton Young: 2:05:23 trotz eines Muskelrisses im hinteren Oberschenkel

Clayton belegte mit einer Zeit von 2:05:23 den siebten Platz und war damit der schnellste Amerikaner im Männerfeld – obwohl er die gesamte Marathondistanz mit einem Muskelriss in der hinteren Oberschenkelmuskulatur lief. Den Rekord verfehlte er um 40 Sekunden, doch seine Zeit war die zweitschnellste, die je ein Amerikaner auf einer für Rekorde anerkannten Strecke gelaufen war – nur übertroffen vom Rekord von Conner Mantz. Gleichzeitig war es das vierte Jahr in Folge, in dem Clayton bei einem der großen Marathons den siebten Platz belegte – eine Beständigkeit, die auf diesem Niveau nur wenige erreichen. Nach dem Rennen machte er deutlich, dass seine Rekordjagd weitergeht: Schon bald will er einen weiteren Versuch unternehmen.

Charles Hicks: Zwei Amerikaner unter den besten Acht

Charles überquerte die Ziellinie nur zwölf Sekunden nach Clayton und belegte mit einer Zeit von 2:05:35 den achten Platz. An einem warmen Tag und gegen ein hochkarätiges Teilnehmerfeld war das eine starke Leistung auf einer für Rekorde anerkannten Strecke. Damit waren zwei Suunto-Athleten die beiden bestplatzierten Amerikaner im Männerfeld.

Emma Grace Hurley: Das schnellste Marathondebüt der US-Geschichte

Emmas erster Marathon war historisch. Sie belegte mit einer Zeit von 2:20:47 den siebten Platz und war damit die schnellste Amerikanerin im Frauenfeld. Gleichzeitig lief sie das schnellste Marathondebüt, das je eine US-Amerikanerin absolviert hatte, und unterbot die bisherige Bestmarke von 2:22:10, die Fiona O'Keeffe bei den US-amerikanischen Olympia-Ausscheidungsrennen 2024 aufgestellt hatte, um mehr als eine Minute. Es war zudem die schnellste Marathonzeit einer Amerikanerin seit den Olympischen Spielen in Paris. Und das alles gelang einer Läuferin, die selbst zugegeben hatte, dass es sie an der Startlinie etwas einschüchterte, eine Distanz in Angriff zu nehmen, die sie zuvor noch nie zurückgelegt hatte.

Wie geht es weiter?

Chicago schließt ein Kapitel ab und eröffnet zugleich das nächste. Clayton hat weiterhin einen Rekord im Visier. Charles hat gezeigt, was seine Schnelligkeit über die volle Marathondistanz leisten kann. Emma hat sich als ernst zu nehmende Kandidatin für die US-amerikanischen Olympia-Ausscheidungsrennen im März 2028 für die Olympischen Spiele in Los Angeles ins Gespräch gebracht.

Seit 1936 entwickelt Suunto Produkte für Menschen, die immer weiter gehen wollen. Geschichten wie diese zeigen, warum wir das tun. Wir werden alle drei Athleten begleiten und verfolgen, wie sich ihre nächsten Kapitel entwickeln.